Passives Einkommen: Der Martin im März Teil 2

martin im märz

Passives Einkommen: Der Martin und sein Blog

Wir haben im Februar viel darüber geschrieben, was grundsätzlich finanzielle Freiheit bedeutet. Im März möchten wir Dich nun operativer in das Thema bringen und ganz konkret einsteigen. Und um hier die breite Masse abzuholen, starten wir wohl mit dem gängigsten Beispiel für passives Einkommen: Einem Blog.

Falls du Martin und seinen Blog noch nicht kennst, kannst du hier mehr darüber erfahren.

 

 

Neuer Erfolg = neue Probleme

Nachdem Martin in „letzter Woche“ alle Tipps zur Definition und Skalierung umsetzten konnte läuft sein Blog jetzt richtig gut. Er Bekommt im Monat ca. 5.000 Besucher auf seinen Blog. Bei der entsprechenden Marge auf sein Produkt erhält er monatlich 600 € passives Einkommen netto. Und das alles ohne Aufwand. Dank einer guten Definition. Gut gemacht Martin!

 

Wie läuft’s denn so Martin?

 

Nachdem ich nun genau weiß wer mein Blog und meine Besucher sind kann ich viel leichter und bessere Artikel verfassen. Das Produkt insgesamt läuft auch sehr gut! Ich generiere meine ersten hunderte Euro ohne einen Aufwand dafür zu haben. Natürlich habe ich jetzt aber viel Aufwand mit den Anfragen neuer Besucher, mit Telefonanfragen und der Organisation von gewünschten Terminen. Irgendwie habe ich mir das so auch nicht vorgestellt für das Entgelt.

 

Neue Probleme = fehlende Skalierung

Je besser dein Blog oder dein Produkt läuft, umso mehr Probleme tauchen auf, die es vorher nicht gegeben hat. Umso wichtiger ist es, seine Skalierung wie im vorherigen Artikel beschrieben genau beizubehalten. Ziel sollte immer sein, den manuellen Aufwand gegen 0 zu bekommen. Je besser dein Blog aber läuft, umso mehr Baustellen tauchen auch auf, die es in einer vorherigen Skalierung nicht gab.

 

Neue Benutzer bedeuten neue Arbeit

Ein Beispiel. Als Martin nur 500 Besucher hatte konnte er die 1-2 Kommentare im Monat ganz leicht ohne Aufwand beantworten. Doch jetzt hat sich die Besucherzahl mit 5.000 verzehnfacht und damit auch der Aufwand hinter Kommentaren und Support Anfragen. Je größer dein Blog wird umso größer wird der Aufwand in allen Bereichen:

 

  • Plötzlich fallen 50 Anfragen anstatt 2 im Monat an
  • Plötzlich fallen 500 Rechnungen statt 5 im Monat an
  • Plötzlich brauche ich auch eine Telefonnummer, um für die Kundenbedürfnisse zur Verfügung zu stehen
  • Plötzlich muss ich 20 Termine die Woche verwalten anstatt 2

 

Bei einem Blog mag das überschaubarer sein. Aber stell dir vor du vertreibst nun noch Software oder ein Buch oder betreibst eine Seite wie MusikSofa.

Es widerspricht der finanziellen Freiheit, wenn du nach dem Erreichen monatlich doppelt so viel dafür arbeiten musst.

 

Das Geheimnis: Rausgeben und einfangen

 

Einfangen bzw. Inbound Marketing

Wenn dein passives Einkommen eine kritische Phase erreicht hat, solltest du deine Definition wie vorher beschrieben neu überarbeiten. Genauer gesagt solltest du diese beibehalten, aber vermehren. Martin hat ein Finanzanalyse Produkt für Neu – Kunden. Nun hat er aber einen glücklichen Kundenstamm von 1.000 Kunden aufgebaut. Jeder neue Kunde bringt erstmal Arbeit mit sich (Anfragen, Ungewissheit, Marketingkosten, Zahlungskosten). Also erschließt sich Martin eine neue Definition – also ein neues Produkt.

 

Jeder Kunde den ich habe, hat von mir eine zufriedene Versicherung für die Arbeit bekommen. Aber was kann meine Zielgruppe noch?

 

Da Martin weiß dass seine Zielgruppe 23-26 ist und sich für Finanzen interessiert, erstellt er ein neues Produkt, dass ähnlich wie der Fragebogen für Versicherungen – eben nur für Broker ist. Er integriert das Produkt auf seiner Webseite, erstellt einen Newsletter hierzu, einen Blogeintrag mit der Erklärung und schickt es an seine Kunden.

 

Was passiert? Ohne Werbekosten und mit einer Conversions Rate von 18% statt 4% schlägt sein neues Produkt bei den Bestandskunden ein. Super gemacht Martin! Du musst das Rad nicht immer neu erfinden. Nutze dir vorhandene Mittel zur Wiederverwendung. Es gibt nicht günstigeres und einfacheres als Cross Selling!

 

Da der Umsatz bei gleich bleibenden manuellen Aufwand gestiegen ist, hat sich damit auch die Arbeit reduziert (im Verhältnis).

 

Konkrete Tipps & Tricks die dir helfen können:

  • Nutze Popup Banner um Besucher auf deiner Webseite zu halten
  • Nutze Email Newsletter für Bestandskunden
  • Nutze Cross- oder Upsell Produkte für weniger Aufwand
  • Nutze Nebeneffekte wie z.b. hohe Besucherzahlen für Werbeeinnahmen

 

Rausgeben bzw. Outsourcing

Das Kernproblem bleibt aber bestehen. Durch seine immer weiter steigenden Investitionen in Marketing hat Martin mittlerweile 100.000 Besucher im Monat. Er kommt mit der vielen Arbeit einfach nicht mehr klar. Die einzige logische Konsequenz ist für ihn, seinen Hauptberuf an den Nagel zu hängen und das Risiko der Selbstständigkeit einzugehen. Oder?

 

Falsch.

Lerne eines der Grundprinzipien der finanziellen Freiheit: lasse arbeiten.

Nehmen wir das Beispiel einer Volkswagen Aktie. Diese wirft dir monatlich und Jährlich Rendite ab, ohne dass du dafür arbeitest. Das bedeutet aber nicht, dass gar nicht gearbeitet wird. 60.000 Leute im Hintergrund arbeiten daran, dass das Unternehmen profitabel ist! 60.000 Leute helfen dir, deine Rendite zu erzielen. Wahnsinn oder? Warum solltest du bei deinem Blog also alles alleine machen, und Dinge tun, auf die du gar keine Lust hast?

 

Die Umsetzung

Das Grundprinzip ist einfach: Bündeln und rausgeben.

 

Du bekommst monatlich 100 Fragen von neuer Kunden? -> Erstelle einen „Antwortenkatalog auf Fragen“ und gebe ihn an deine Webseite raus

Du bekommst monatlich 100 Anrufe von neuen Kunden? -> Beauftrage einen Telefonservice, der die Anfragen für dich übernimmt

Du schreibst monatlich 500 Rechnungen? -> Source deine komplette Buchhaltung aus, inkl. einem Inkasso Unternehmen

 

Erstelle einfach eine Rufumleitung einrichten und fertig. Ebuero übernimmt beispielsweise auch eine komplette Terminkoordination (keine bezahlte Werbung). Halte starr an deiner Definition fest und Source alles andere aus. Wenn du mit deinem Blog monatlich 500 Euro verdienst, und dafür regelmäßig 4 Beiträge schreiben musst. Warum lässt du die 4 Beiträge nicht für je 50 Euro von jemanden verfassen? Source alles aus was nur geht!

 

Merke Dir:

Passives Einkommen wird passiv erzielt. Arbeite nicht um der Arbeit willen. Lasse alles nach Möglichkeiten von einem Experten betreuen. Versuche nur darauf zu achten, dass es nicht mit monatlichen Fixkosten verbunden ist. Alles sollte nach Aufwand abgerechnet werden, damit du auch hier weiterhin unendlich skalieren kannst.

Lasse deine Outsourcing Partner auch untereinander kommunizieren. So verkürzt du Prozesse und sparst selbst Arbeit.

 

Konkrete Tipps & Tricks die dir helfen können:

  • Erstelle im ersten Schritt eine Frage und Antworten Katalog und verweise im ersten Moment immer darauf
  • Wenn du eine Telefonnummer angibst nutze einen Sekretärinnen Service
  • Achte darauf, dass alles Programme miteinander synchron arbeiten (Beispiel Newsletterlisten)
  • Outsource möglichst alles gebündelt an einen Partner. So sparst du dir Mühsame Kommunikationsbrüche
  • Google mal nach „Virtueller Assistenz“

 

Dieses Outsourcing funktioniert by the way auch im Privaten leben! Ich lasse seit Tag 1 meine Steuererklärung und meine Versicherungen extern verwalten, organisieren, erstellen und raussuchen. Ich hoffe du konntest von Martin einiges an Inspiration abgewinnen.

 

 

 

H2Prince

H2Prince

Autor und Gründer bei Investierte-Freiheit.de
Mein Name ist H2Prince und ich bin Gründer und Autor auf investierte Freiheit. Ich interessiere mich seit 2013 für Finanzen und habe ambitionierte Ziele was meine finanzielle Freiheit angeht. Dabei sollte der Spaß, die Ernsthaftigkeit und das eigentliche Leben aber nicht zu kurz kommen. Ich bin sarkastisch, ironisch, aber immer auch ganz nett.

Hauptberuflich arbeite ich als Account Manager in der D-A-CH Region, treibe Sport und bin alleinerziehender Vater.
H2Prince

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