Mein Geld und ich – Finanzielle Freiheit gibt es nicht

Ich und mein Geld – Der Esel nimmt die finanzielle Freiheit zuerst

 

Die reiserische Überschrift Part II – Der Konsens

Ja. Und wie immer versteht der neue Leser kein Wort und denkt sich an der Stelle auch: Die Blogger und ihre Überschriften. Aber erstmal auf Anfang. Für alle die es interessiert ist mein Zwangsurlaub, den ich nehmen musste, weil er nötig war, nun Zuende.

Die erste Bilanz zur finanziellen Freiheit war definiert. Ich arbeite auch wieder alle Erwartungen erfüllend wie ein fleißiges Bienchen und schreibe diese Gedanken auch aus dem Hotelzimmer in der schönen Pfalz. Was, um beim Offtopic zu bleiben, derzeit auch nur das einzige richtige ist. Zuhause ist die Krankheit ausgebrochen und jeder kränkelt so vor sich hin.

 

 

Aber, achja, wir weichen ab. Finanzielle Freiheit. Nach dem Seo technischen Name-Dropping und dem Smalltalk widmen wir uns nun aber mal den ernsthaften Themen.

 

Die reiserische Überschrift Part III – Finanzielle Freiheit

 

Ich denke, dass es wichtig ist entgegen der kulturellen Rahmensituation auch über Geld zu sprechen. Es geht nicht darum dass ich Dir sage, dass ich mehr verdiene als Du (und das tue ich statistisch zu 65%) und deswegen sowieso schneller meine finanzielle Freiheit erreiche. Spätestens wenn ich dir etwas über meine Steuerklasse II bedingten Ausgaben erzähle (die auch statistisch zu 75% höher sind als der Durschnittliche Bundesbürger) dann sind wir weit weg von jeglicher Relation zu Geld bzw. der finanziellen Freiheit.

Und Geld, sind wir mal ehrlich, ist der treibende Faktor in der finanziellen Freiheit. Deswegen möchte ich dir in diesem Artikel einfach ein paar meiner Impressionen geben, was ich unter Geld verstehe und wodurch sich auch meine finanzielle Freiheit definiert.

 

Brainstorming Finanzielle Freiheit

Man braucht Geld zum Leben und je mehr Geld ich habe umso sorgenfreier kann ich leben. Da kommt nun aber der zweite gebildete Manager-Magazin Leser an und sagt: „ja, haha, aber, es gibt ja da Statistiken die belegen, dass man ab 60.000 € nicht glücklicher wird!“

Und dann sag ich: „ja, das stimmt.  ok.“ Sind wir mal ehrlich, auf solche Diskussion müssen wir nicht einsteigen. Vor allem nicht bei einem Bierchen Freitag Abend. Denn über Geld spricht man nicht.

 

Über Geld sprechen vs. Über geld spricht man nicht

Du spinnst doch! Denkst du jetzt, oder? Eben sagst du noch..und dann sagst du..

Also: Geld ist nicht exsitenz. Geld an sich ist ein Allgemein anerkanntes Tauschmittel um es gegen Güter und Dienstleistungen einzutauschen. Geld selbst ist wertloses Papier. Aber das benötigen wir auch. Wir brauchen Geld für Miete, Essen, Strom, Unterhaltung, Server-Kosten von Finanz-Blogs (hihi) als Tauschware, um uns einen von uns gewünschten Standard erfüllen zu können. Wir müssen uns also mit dem Geld auseinandersetzen. Aber das nächste Aber:  Kulturell ist es auch einfach nicht gerne gesehen, über das entsprechende Einkommen zu sprechen.

Falls du mir nicht glaubst, spreche das Thema „was verdienst du eigentlich?“ doch mal spaßeshalber bei dem nächsten Mittagessen in der Kantine an.

 

“ Geld ist mir nicht wichtig – so oberflächlich bin ich nicht!“ 

 

So oder so ähnlich ist meist die zweitrangige Argumentation, wenn man doch so mutig ist, das Thema Geld / Finanzielle Freiheit anzusprechen. Und hier will ich auch einhaken. Denn: Eben wenn mir Geld nicht wichtig ist, werde ich doch auf Teufel komm raus alles dafür tun, dass mir Geld auch nicht mehr wichtig sein muss, weil ich so viel davon habe, dass es meinen Lebensstandard nicht mehr tangiert.

 

Das „Wer“ und „Warum“ hinterfragen

Denn solche Kommentare sind meist von Menschen, die einen Job haben von 9 to 5 ausüben, mit dem sie unzufrieden sind. Hier und da mal ein Euro zurücklegen, aber alles andere hier und da zu investieren in Konsum- und Spaßgüter. Für andere arbeiten oder sich wünschen, mit den Ersparten 21,43 € im Monat im Sparkassen Bausparvertrag in der Rente endlich die wohl verdiente Belohnung für ihre Aufoperung erhalten. Selbst für eine sehr beschissene Aktie ist das eine sehr beschissene Wette. So ein hohes Investment bei einer so langen Laufzeit (40-45 Jahre Arbeitsleben) für ein „das wird ja dann schon gut gehen“ ist für mich persönlich eine drastische Einschränkung der Lebensqualität.

 


 

Mein Grundverständnis von Geld

 

Und das bedeutet für mich, dass mein Grundverständis von Geld den Standpunkt vertritt: Geld ist mir nicht wichtig- und man spricht nicht darüber.

ABER, dass bedeutet für mich auch in der logischen Konsequenz, dass ich mich so viel wie möglich mit dem Thema Geld bzw. Finanzielle Freiheit auseinandersetze, da ich ja partout nicht mein Leben lang mein Leben nach meinem derzeitigen Einkommen ausrichten möchte. Ich will auch mal mein Leben leben, verreisen, schön essen etc.

 

Und darüber sollte man sprechen. Die persönlichen Ambitionen und Erstrebungen, eine Finanzielle Situation zu konstruieren, in der Geld oder sinnbefreite Arbeit keine Notwendigkeit mehr beinhalten.  Denn dieses Grundverständnis ist essentiell, die Finanzielle Freiheit insgesamt zu begreifen. Denn Geld und Finanzen sind immer nur ein Mittel zum Zweck – sei es für Güter oder für Dienstleistungen.

 

Geld = Finanzielle Freiheit = Konsum

 

Wir erinnern uns an den zweitbesten Studenten auf einer Party: „jetzt hast du aber so viel Geld und alles gekauft was du willst. Jetzt wirst du ja auch nicht mehr glücklich.“  Und auch hier ist meine argumentative Antwort: „ja, ok.“  Nochmal, wichtige Lektion: Diskutiere nicht über deine Pläne auf einer Party. Du willst das nicht.

 

Ernst beiseite. Beim Geld alleine hört es natürlich nicht auf. Geld und Finanzielle Freiheit sind mein Mittel zum Zweck als Tauschmittel für Güter und Dienstleistungen zu verstehen. Das heißt ganz konkret soll Geld meine Bedürfnise des Tauschens ausreichend befriedigen.

 

D wie Definition

Deswegen ist für mich das wichtigste was Finanzielle Freiheit angeht, eine klare und konkrete Definition der persönlichen Ziele. Und zwar als allererstes! Der Punkt ist, ich muss für mich erstmal meine eigene Wertigkeiten definieren, worauf es mir wirklich ankommt, unabhängig von meinen derzeitigen oder zukünftigen Einnahmen. Ein paar konkrete Beispiele, die Dir helfen das zu verstehen:

 

  • Ein Einfamilienhaus mit Garten
  • 2 mal jährlich Urlaub für je 2-3 Wochen
  • Zeit für Sport und körperliche Aktivitäten

 

Ok ich habe persönliche Ziele mit denen ich arbeiten kann. Einfamilienhaus nach meinen Vorstellungen 250.000 € – 2 mal Urlaub 5.000 €. Das heißt auch, dass sich meine finanzielle Freiheit rechnerisch aus 850.000 € ergibt. Das bedeutet aber auch, dass meine Ambitionen nicht dadurch gedeckt werden, einen 80 Stunden Job zu leben, bei dem ich zwar viel verdiene. Aber wo ich auch lange arbeiten muss und vor lauter Stress sicher kaum zu einem guten Training kommen werde.

 

Worauf ich hinaus möchte ist dass eine finanzielle Freiheit auch immer eine persönliche Freiheit in Abhängigkeit der Definition der Ziele:

Wenn ich einen Porsche und ein Boot und ein Raumschiff möchte, dann kann ich auch meine finanzielle Freiheitspläne darauf ausrichten. Wenn ich aber meine finanzielle Freiheit erreicht habe und mir dafür ein Porsche und ein Boot kaufe, dann habe ich nichts erreicht sondern nur etwas anderes kompensiert.

 

Definiere als ersten Schritt immer deine persönlichen Ziele und Ambitionen

 

Nach meinem Verständnis ist das höchste und wichtigste Gut dass wir haben unsere Zeit. Und das ist auch meine ganz klare Definition. Ich möchte meine Zeit so nutzen können wie ich das will. 24  Stunden. Period. Und aus dieser intrinsischen Motivation ergibt sich für mich die extrinsische Ziele zu sagen, ich brauch x Euro Geld, um meine persönlichen Ziele durch eine Finanzielle Freiheit erreichen zu können. Finanzielle Freiheit ist für mich also nur ein Mittel zum Zweck.

 


 

Das ist Geld für mich Papier mit Bildern

Um noch einmal das klarer auszudrücken: Geld ist für mich ein reines Mittel zum Zweck meine persönlichen Definitionen und Ziele zu erreichen und zu leben. Ja, derzeit arbeite ich meine 50-60 Stunden die Woche und ja, ich investiere derzeit auch meine 5-6 Stunden in diesen Blog bzw. MusikSofa. Weil es mir zur Zeit aber auch Spaß macht! Finanzielle Freiheit erreiche ich nicht dadruch 24 Stunden am Tag nichts mehr zu machen, am Stand eine Cubra Libre zu schlürfen und nur noch einmal täglich dem Yoga Kurs beizuwohnen.

 

Es geht eher darum 24 Stunden am Tag  das zu tun, was ich möchte. Und dazu gehört eben auch dass ich einen Job habe, den ich wirklich gerne mache und auch bereit bin, die ein oder andere Stunde zu investieren. Das heißt aber nicht dass ich für das Geld arbeite, dass ich verdiene, während ich arbeite (du verstehst mich oder?)

H2Prince

H2Prince

Autor und Gründer bei Investierte-Freiheit.de
Mein Name ist H2Prince und ich bin Gründer und Autor auf investierte Freiheit. Ich interessiere mich seit 2013 für Finanzen und habe ambitionierte Ziele was meine finanzielle Freiheit angeht. Dabei sollte der Spaß, die Ernsthaftigkeit und das eigentliche Leben aber nicht zu kurz kommen. Ich bin sarkastisch, ironisch, aber immer auch ganz nett.

Hauptberuflich arbeite ich als Account Manager in der D-A-CH Region, treibe Sport und bin alleinerziehender Vater.
H2Prince

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